Märchentage der 3a
Schiffbruch im Rangsdorfer Nebel
Nebel, überall Nebel. Ein leichter Windhauch legt sich auf das weite Meer. Nur das leise Brechen der Wellen am Schiffsrumpf der „Columbus“ ist zu hören. Wasser, nichts als Wasser. Tagelang schon. Doch irgendetwas stimmt nicht. Plötzlich ein schrilles Kreischen! Aus dem Nichts stürzt ein Albatros kopfüber auf das Deck. Der Schiffsjunge Hank beugt sich über den riesigen Vogel und entdeckt eine geheimnisvolle Nachricht...
Als er sich wieder aufrichtet, türmt sich vor seinen Augen ein riesiger Schatten auf. Zerfetzte Segel werden vom Nebel gefressen und ein Holzmast knarrt im Rhythmus der Wellen. Ein altes Schiffswrack baut sich vor der „Columbus“ auf. Totenstille.
Hank traut sich mit seinen kaum 13 Jahren auf das mysteriöse Ungetüm. Doch während er das Piratenschiff erkundet, reißt ein plötzlicher Sturm die „Columbus“ auf das offene Meer zurück. Nun sitzt er da, hilflos und so weit weg von zu Hause. Doch er war nicht allein. Heimlich still und leise begleitete ihn die 3a aus Rangsdorf auf seinen Abenteuern auf offener See. Mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen erlebten sie, wie sich zwei dunkle Gestalten auf dem Deck mitten in der Nacht auf Hank zu bewegten. Abgemagert, mit tiefliegenden Augen verlangten sie mit brüchiger Stimme nach Wasser und streckten ihre knochigen Hände nach ihm aus.
Eine Fahrkarte in die abenteuerliche Vergangenheit des Hank ermöglichten die
„22. Berliner Märchentage“. Vom 10.-27. November sind in Berlin und Brandenburg spannende Geschichten für Kinderohren bestimmt.
So auch in der Bibliothek Rangsdorf, wo Eckhard Massnick „Vom geheimnisvollen Wrack“ erzählte.
Zu einem richtigen Märchen gehört natürlich auch ein Zauberer. Der wartete schon in der Bibliothek auf die Zauberlehrlinge. Praktikant Jakob Stenzel (Freie Oberschule Baruth) konnte spontan mit einem Zaubertrick die müden Geister wecken und verwirren. Illusionen gehören eben nicht nur zum Märchen, sondern auch zum wahren Leben.
So dürfen in diesen Tagen Politiker auch ganz offiziell als Märchenerzähler benannt werden, beispielsweise am 18.11. im Roten Rathaus oder sogar in der Bibliothek Rangsdorf, in der Klaus Rocher, Bürgermeister, spannende Geschichten vorlesen wird.
Auch wenn sich am Ende der Märchentage der Nebel wieder auflösen wird, freuen sich die Kinder der 3a schon auf das nächste Jahr. Bis dahin wollen sie wieder ein Märchen für die ersten Klassen als Theaterstück aufführen.
B.Meinert
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